AUSLANDSERFAHRUNG WÄHREND DER LEHRE

Christel Steger gefällt es in der Ostschweiz, auf dem Hof ihrer Eltern – ihrer Heimat. Den Drang, ins Ausland zu gehen, verspürt sie zwar nicht, trotzdem machte sich die junge Frau vor wenigen Monaten auf nach Irland.


Mut zum Unbekannten
Die Idee mit dem Auslandpraktikum hatte nicht Christel selber, sondern ihr Vater. Dieser arbeitet als landwirtschaftlicher Prüfungsexperte und ist so, laut Christel, immer gut über solche Angebote informiert. Obwohl ihr Vater von den positiven Erfahrungen eines Auslandaufenthaltes schwärmte, war Christel nicht wirklich überzeugt. Nach anfänglichem Zögern kam die junge Ostschweizerin jedoch zum Schluss, dass die Lehrzeit eigentlich ein idealer Zeitpunkt für ein Auslandabenteuer wäre.


Organisation des Praktikums
Im Herbst 2017 reichte Christel bei Agrimpuls, ein Geschäftsbereich des Schweizer Bauernverbandes, ihre Bewerbungsunterlagen ein. Agrimpuls organsiert Auslandpraktika für Lernende und Studierende, so auch für Christel. Bewerben konnte sich Christel Steger für fünf Länder: Deutschland, Frankreich, Dänemark, Holland und Irland. Entschieden hat sie sich für Letzteres, da ihr die Landschaftsbilder der grünen Insel am besten gefielen. Zudem bot sich in Irland die Gelegenheit, Englisch zu lernen, eine Sprache, die Christel liegt. Langer Rede kurzer Sinn: Im Februar dieses Jahres packte Christel die Koffer und reiste nach Irland.


Ankunft in Irland
In Irland angekommen, wurde Christel Steger herzlich von ihrer Gastfamilie empfangen. Diese nimmt bereits seit mehreren Jahren Praktikantinnen und Praktikanten aus dem Ausland bei sich auf. Die Iren seien sehr offen und gutmütig, erzählt Christel. Obwohl niemand sie kannte, sei sie überall mitgenommen und integriert worden. Dies habe sie sehr geschätzt, da es ihr das Einleben in einem für sie noch fremden Land enorm erleichtert habe.

 
Das zweite Zuhause
Vier Monate arbeitete Christel Steger Vollzeit auf dem 130 Hektaren grossen Hof ihrer Gastfamilie, der in der Grafschaft Cork im Süden der Insel liegt. Zum Betrieb gehören insgesamt 140 Milchkühe, die wie vielerorts in Irland saisonal abkalben. Zusätzlich werden auf dem Betrieb 250 Muttersauen und rund 2500 Mastschweine gehalten, die zu Christels Überraschung von Hand gefüttert werden.
Als ungewöhnlich empfand die Altstätterin zu Beginn auch die Arbeitszeiten, begann doch ein normaler Arbeitstag erst um 8 Uhr morgens, wobei die Versorgung der Schweine als erstes auf dem Programm stand. Anschliessend kümmerte sie sich um das Melken der Kühe und die Fütterung der Kälber. Tagsüber ging die Ostschweizerin den täglichen Betriebsarbeiten nach wie dem Umquartieren der Schweine. Abends mussten dann wieder die Schweine gefüttert werden, bevor erst um 19 Uhr die Kühe zum zweiten Mal gemolken wurden.

 

 


Landwirtschaft: Schweiz vs. Irland
Für Christel Steger war es sehr spannend, 1:1 mitzuerleben, wie Landwirtschaft in Irland betrieben wird. Besonders beeindruckt hat sie dabei das Vollweidesystem, bei dem das Milchvieh quasi das ganze Jahr Tag und Nacht auf der Weide verbringt.
Dennoch hat Christel in Irland auch vieles gesehen, was in der Schweiz schon von Gesetzes wegen nicht möglich wäre. So empfand sie die Massenhaltung der Schweine anfangs eher als schockierend, im Laufe der Zeit habe sie sich aber daran gewöhnt. Die Iren würden es halt nicht anders kennen, erzählt die junge Landwirtin. Den ganz grossen Unterschied zwischen der Landwirtschaft in der Schweiz und in Irland sieht Christel Steger jedoch in der Hygiene. Mehrmals hat sie miterlebt, dass der Kühltank nicht die ganze Milch fassen konnte, weswegen der Überschuss in ungekühlte Fässer abgefüllt wurde. Überraschenderweise wurde diese Milch trotzdem ohne weiteres abgeholt – in der Schweiz ein Ding der Unmöglichkeit.

 

 Christel Steger in ihrer Heimat, dem schönen St. Galler Rheintal. 


Chancen nutzen
Christel Steger sprüht vor Begeisterung, wenn sie über ihr Praktikum in Irland erzählt. Die junge Landwirtin empfiehlt jedem, die Gelegenheit beim Schopf zu packen, wenn sich die Möglichkeit eines Auslandpraktikums bietet. Sofort würde sie wieder nach Irland gehen, erzählt Christel, denn sie habe viel Neues gesehen und viel dazu gelernt. Es habe sich für sie definitiv gelohnt, das Abenteuer Irland zu wagen!

 
Weitere Informationen
Wer während der Lehre ebenfalls gerne ein landwirtschaftliches Praktikum machen möchte, findet auf der Webseite von Agrimpuls (www.agrimpuls.ch) zusätzliche Informationen. 

Agrimpuls
Laurstrasse 10
5201 Brugg
Tel. +41 (0)56 461 78 44
info@agrimpuls.ch

 

AUSLANDSERFAHRUNG WÄHREND DER LEHRE

Christel Steger gefällt es in der Ostschweiz, auf dem Hof ihrer Eltern – ihrer Heimat. Den Drang, ins Ausland zu gehen, verspürt sie zwar nicht, trotzdem machte sich die junge Frau vor wenigen Monaten auf nach Irland.


Mut zum Unbekannten
Die Idee mit dem Auslandpraktikum hatte nicht Christel selber, sondern ihr Vater. Dieser arbeitet als landwirtschaftlicher Prüfungsexperte und ist so, laut Christel, immer gut über solche Angebote informiert. Obwohl ihr Vater von den positiven Erfahrungen eines Auslandaufenthaltes schwärmte, war Christel nicht wirklich überzeugt. Nach anfänglichem Zögern kam die junge Ostschweizerin jedoch zum Schluss, dass die Lehrzeit eigentlich ein idealer Zeitpunkt für ein Auslandabenteuer wäre.


Organisation des Praktikums
Im Herbst 2017 reichte Christel bei Agrimpuls, ein Geschäftsbereich des Schweizer Bauernverbandes, ihre Bewerbungsunterlagen ein. Agrimpuls organsiert Auslandpraktika für Lernende und Studierende, so auch für Christel. Bewerben konnte sich Christel Steger für fünf Länder: Deutschland, Frankreich, Dänemark, Holland und Irland. Entschieden hat sie sich für Letzteres, da ihr die Landschaftsbilder der grünen Insel am besten gefielen. Zudem bot sich in Irland die Gelegenheit, Englisch zu lernen, eine Sprache, die Christel liegt. Langer Rede kurzer Sinn: Im Februar dieses Jahres packte Christel die Koffer und reiste nach Irland.


Ankunft in Irland
In Irland angekommen, wurde Christel Steger herzlich von ihrer Gastfamilie empfangen. Diese nimmt bereits seit mehreren Jahren Praktikantinnen und Praktikanten aus dem Ausland bei sich auf. Die Iren seien sehr offen und gutmütig, erzählt Christel. Obwohl niemand sie kannte, sei sie überall mitgenommen und integriert worden. Dies habe sie sehr geschätzt, da es ihr das Einleben in einem für sie noch fremden Land enorm erleichtert habe.

 
Das zweite Zuhause
Vier Monate arbeitete Christel Steger Vollzeit auf dem 130 Hektaren grossen Hof ihrer Gastfamilie, der in der Grafschaft Cork im Süden der Insel liegt. Zum Betrieb gehören insgesamt 140 Milchkühe, die wie vielerorts in Irland saisonal abkalben. Zusätzlich werden auf dem Betrieb 250 Muttersauen und rund 2500 Mastschweine gehalten, die zu Christels Überraschung von Hand gefüttert werden.
Als ungewöhnlich empfand die Altstätterin zu Beginn auch die Arbeitszeiten, begann doch ein normaler Arbeitstag erst um 8 Uhr morgens, wobei die Versorgung der Schweine als erstes auf dem Programm stand. Anschliessend kümmerte sie sich um das Melken der Kühe und die Fütterung der Kälber. Tagsüber ging die Ostschweizerin den täglichen Betriebsarbeiten nach wie dem Umquartieren der Schweine. Abends mussten dann wieder die Schweine gefüttert werden, bevor erst um 19 Uhr die Kühe zum zweiten Mal gemolken wurden.

 

 


Landwirtschaft: Schweiz vs. Irland
Für Christel Steger war es sehr spannend, 1:1 mitzuerleben, wie Landwirtschaft in Irland betrieben wird. Besonders beeindruckt hat sie dabei das Vollweidesystem, bei dem das Milchvieh quasi das ganze Jahr Tag und Nacht auf der Weide verbringt.
Dennoch hat Christel in Irland auch vieles gesehen, was in der Schweiz schon von Gesetzes wegen nicht möglich wäre. So empfand sie die Massenhaltung der Schweine anfangs eher als schockierend, im Laufe der Zeit habe sie sich aber daran gewöhnt. Die Iren würden es halt nicht anders kennen, erzählt die junge Landwirtin. Den ganz grossen Unterschied zwischen der Landwirtschaft in der Schweiz und in Irland sieht Christel Steger jedoch in der Hygiene. Mehrmals hat sie miterlebt, dass der Kühltank nicht die ganze Milch fassen konnte, weswegen der Überschuss in ungekühlte Fässer abgefüllt wurde. Überraschenderweise wurde diese Milch trotzdem ohne weiteres abgeholt – in der Schweiz ein Ding der Unmöglichkeit.

 

 Christel Steger in ihrer Heimat, dem schönen St. Galler Rheintal. 


Chancen nutzen
Christel Steger sprüht vor Begeisterung, wenn sie über ihr Praktikum in Irland erzählt. Die junge Landwirtin empfiehlt jedem, die Gelegenheit beim Schopf zu packen, wenn sich die Möglichkeit eines Auslandpraktikums bietet. Sofort würde sie wieder nach Irland gehen, erzählt Christel, denn sie habe viel Neues gesehen und viel dazu gelernt. Es habe sich für sie definitiv gelohnt, das Abenteuer Irland zu wagen!

 
Weitere Informationen
Wer während der Lehre ebenfalls gerne ein landwirtschaftliches Praktikum machen möchte, findet auf der Webseite von Agrimpuls (www.agrimpuls.ch) zusätzliche Informationen. 

Agrimpuls
Laurstrasse 10
5201 Brugg
Tel. +41 (0)56 461 78 44
info@agrimpuls.ch